Plakatgestaltung | Meine Anfänge

Otis Redding 1970

DIN A1 | 

Mein erstes Plakat, von einem Soul-Plattencover mit einem schwarz-

weiß-Portrait von Otis Redding, das ich mit Pinsel und Tusche plakatgroß gemalt

habe. Die Soulpower war für mich als 16järhiger angesagt und asiatische Tuschezeichnungen vorbildlich im Hinterkopf.

 

Mein Ansporn gewaltig, dem Ausdruck der Soulmusik expressiv gerecht zu werden. Dann später, mit der Kenntnis der Siebdruckerei, habe ich mit selbstgebauter Vorrichtung zuhause das Plakat mit vier Grautönen und Schwarz, in einer Auflage von 20 Stück gedruckt

und verkauft. 

 

Motivation pur! 

Die Reproduktion des Originals war nicht möglich und somit klar, die vier Drückfilme selbst zu erstellen, wiederum mit Pinsel und Spezial-

tusche auf matter Retuschefolie, in der Vorstellung, wie vier Grautöne übereinandergedruckt das Original ergeben.

 

 


Schauspiel Frankfurt 1985-88

Gut fünfzehn Jahre später gewann ich

als Student der HFG in Offenbach den hochschulinternen Wettbewerb und für drei Jahre war ich aus der Provinz ins großstädtische Kulturland geworfen. Bestens gewappnet mit zehnjärhiger Berufserfahrung als Schriftenmaler und Gesellenbrief und dem inneren »Gipfel-

stürmerdrang« ist das bis Heute eine nachhaltige Prägung geblieben.

 

Die beiden Plakate zeigen Gesichter:

Das Erste mit inneren Zufriedenheit, das Zweite mit provokanter

Geste und es konnotiert auch Einsteins-Geste, das Genie mit weltveränderten herausgestreckter Zunge.

 

Drei wesentliche Erkenntnisse und eine humorvolle: 

1. Schwarz-Rot-Gelb sind als Code heute in der Gestaltung möglich.

2. Der innere Antrieb ist der stärkste Motor für unsere Nachhaltigkeit.

3. Gesichter haben Charakter, sind universell lesbar und verständlich.

 

| Nach 40 Jahren vergilben selbst pigmentstarke Tuschefarben.