Projekt 1: Buchstaben-Analogie

Dem analogen Gestalten sind mäch-

tige Softwarepro-

gramme gegenüber gestellt, die durch das digitale Gestalten erweitert sind und unendliche bild-

hafte Kombinationen ermöglichen. Die Schwierigkeiten sind dann auch schon im Lieferprogramm mitgegeben: »Die Qual der Wahl« und «Alles ist möglich«. Gehen wir davon aus, dass wir das visuelle Laufen gelernt haben, dann sind die digitalen Findungsprozesse mit den Analogen vergleichbar und der schwierigste Weg, die kritische Bewertung der eigenen bildhaften Arbeit, ist auch mit dem digitalen Monitorbild gegeben. 

 

Die kleine Idee 

Den Buchstaben des Alfabets eine dreidimensionale Formentsprech-

ung zu geben, ermöglicht durch die Funktionen von Adobe Illustrator, ist eine interessanet visuelle Gegenüberstellung, eine Analogie, die bereichert. Nur durch den streng formalen Aufbau – Buchstabe zur Kreiselform – gewinnt die Arbeit Gestalttiefe.

Das Alfabet und seine analogische 3D-Funktion »Kreiseln« in Illustrator

 

Zeichenstift – Computer – Multimedial

Zeichenstift und Computer sind gleichberechtigte Werkzeuge

mit spezifischen Eigenschaften und Möglichkeiten, Aufgaben zu lösen. Zeichnerisches Gestalten lernt mit Fakturen und Texturen der unterschiedlichsten Oberflächen zu arbeiten und sie mit der binären Leuchtkraft und Glanzfläche des Monitorbildes zu verknüpfen.

Beide Werkzeuge haben ihre ästhetischen Ausdrucksformen

und bereichern unser Sinnbedürfnis. 

 

Computer und Zeichenstift 

Beide haben ihre spezifischen Erfahrungsbereiche: Schnelligkeit gegenüber Beharrlichkeit, Überprüfbarkeit gegenüber Finden, Produ-

zieren gegenüber sensuellen Vernetzungen. Wir leben in diesen beiden Erfahrungswelten und müssen ganz natürlich lernen, sie miteinander zu ergänzen: Das Immaterielle mit dem künstlerisch, handwerklichen, das Virtuelle mit den lebendigen Reibungen, das Präzise mit dem Ausgefranzten. 

 

 

 

 

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